Sanierung der
Postgasse

Die Postgasse, die sich in der Unteren Altstadt befindet und seit 1983 Teil des Berner UNESCO-Weltkulturerbes ist, wird umfassend saniert und aufgewertet: Erst werden die unterirdischen Leitungen erneuert, dann wird die Pflästerung ersetzt. Die Arbeiten beginnen im Februar 2027 und dauern rund zwei Jahre.

Das Projekt

Bauetappen

Geschichte

Die Sanierungsarbeiten beginnen im Februar 2027 und werden in Etappen geführt.


Zuerst wird die untere Postgasse saniert, ab Mai 2027 die mittlere Post-gasse und anschliessend die obere Postgasse bis zum Rathaus. Die Arbeiten beginnen im Untergrund: Zuerst werden die Wasser-, Strom-, Gas- und Kanalisationsleitungen instand gestellt. Anschliessend erfolgt die etappenweise Erneuerung der Pflästerung.

Die Eckpunkte der Sanierung

Neue Infrastruktur, Klimaanpassungsmassnahmen und mehr Aufenthaltsqualität.

Arbeiten im Untergrund

  • Erneuerung Elektro, Wasser, Gas, Kanalisation und Elektrotrassen

  • Punktuelle Anpassung der Telekommleitung (Swisscom)

  • Erneuerung der Sauber-/Niederschlagsabwasserleitung

  • Neue Strassenentwässerung

  • Verlegung einer neuen Leitung zur Ableitung von sauberem Brunnenwasser

  • 1:1-Ersatz Nahwärmeleitungen

  • Verlegung eines Glasfasernetzes

Arbeiten an der Oberfläche

  • Neuer Anschluss der privaten Dachentwässerungen

  • Erneuerung der Pflästerung in der Postgasse und im Antoniergässchen

  • Neue Aufenthaltsmöglichkeiten (mobile und fixe Tische, Stühle und Sitzbänke)

FAQ – Oft gestellte Fragen

Wie lange dauern die Bauarbeiten?

Die Bauarbeiten beginnen im Februar 2027 und dauern voraussichtlich rund zwei Jahre.

Ist die Postgasse während der Bauarbeiten gesperrt?

Die Arbeiten werden etappenweise durchgeführt – von der unteren über die mittlere bis zur oberen Postgasse. Trotz der Bauarbeiten ist jeweils eine Gassenseite für den Fuss- und Veloverkehr nutzbar. Während der Pflästerungsarbeiten können die Lauben benutzt werden. Mehr Informationen zur Verkehrsregelung in den einzelnen Bauetappen finden Sie hier.

Was wird erneuert? Und warum alles auf einmal?

Energie Wasser Bern (ewb) erneuert die Wasser-, Strom- und Gasleitungen, die Stadt Bern saniert die Abwasserleitungen und die privaten Dachwasseranschlüsse. Im Zuge der Arbeiten wird auch eine neue Brunnenleitung entstehen. Weil für diese Arbeiten die Pflästerung ohnehin entfernt werden muss, werden die Bauarbeiten kombiniert. Das spart Zeit und Kosten, gleichzeitig wird die Belastung für Anwohnende und Passant*innen reduziert. Zum Abschluss des Projekts werden die Pflästerung instand gestellt (neu: ungebundene Pflästerung) und die Aufenthaltsmöglichkeiten verbessert.

Was ist eine ungebundene Pflästerung?

Bei einer ungebundenen Pflästerung werden die Pflastersteine ohne feste Verfugung verlegt (anders als bei einer betonierten Unterlage). Dadurch kann das Regenwasser besser versickern und verdunsten, was sich positiv auf das Mikroklima auswirkt. Das gleiche Verfahren wurde bereits 2020 in der benachbarten Rathausgasse umgesetzt.

Was kostet die Sanierung?

Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 14 Millionen Franken. Die Kosten der Stadt Bern für den Ersatz der Pflästerung und die Aufwertung des Strassenraums beträgt rund 5.7 Millionen Franken, jene für die Sanierung der öffentlichen Abwasserleitung und den Neubau der Brunnenleitung knapp 1.7 Millionen Franken. Letztere werden über den Rahmenkredit zum Generellen Entwässerungsplan (GEP) finanziert, den die Stimmberechtigten der Stadt Bern im Juni 2023 genehmigt haben. Die Kosten für die Erneuerung der Wasser-, Strom- und Gasleitungen sowie der Beleuchtung, gut 5.7 Millionen Franken, trägt ewb. Die restlichen Kosten von rund 1 Mio. Franken verteilen sich auf die Swisscom und das kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG): Die Swisscom baut verschiedene Plattenschächte um und verlegt weitere Leerrohre; der Kanton saniert eine Nahwärmeleitung.